FDP thematisiert autofreien Hauptkanal -Ausschusstrennung beantragt

Die Diskussion um den autofreien Hauptkanal hat die FDP in Papenburg auf der letzten Vorstandssitzung beschäftigt. Als Vertreter der Werbegruppe Stadtmitte diskutierten dessen Vorsitzender Oliver Dassinger und Andreas Siepel als Gäste mit den Liberalen. Herr Siepel vertrat die Auffassung, dass der Status Quo derzeit das Beste für den Hauptkanal sei. Herr Dassinger machte deutlich, dass es zunächst einen roten Faden, ein Konzept brauche um den Hauptkanal künftig attraktiver für Kunden und Gäste zu gestalten. Hier müsse man überlegen, ob man Einkaufs-, Gastro- oder Touristenmeile wolle. Eine Einkaufsmeile könne nach seiner Auffassung nur funktionieren, wenn es gelänge größere Frequenzbringer am Hauptkanal anzusiedeln. Dafür müssten ggf. die zum Teil kleineren Verkaufsflächen zusammengelegt werden. Auch die Zukunft und Entwicklung des Ems-Centers und Deverparks würden hier eine wichtige Rolle spielen. Hier mache es Sinn, dass man sich professioneller Hilfe bediene, ein entsprechendes Konzept zu entwickeln, schlug Dassinger vor. Im Rahmen der „City-Offensive“ sei nach seiner Auffassung ein Gründungszuschuss sinnvoller als ein Mietzuschuss. Denn Miete müsse aus dem laufenden Geschäft gezahlt werden können, sonst könne eine Geschäftsidee nicht erfolgreich sein. Eine Veränderung der jetzigen Situation, die die Schließung des Hauptkanals für den Verkehr von Mai bis Oktober vorsieht, sollte ohne Entwicklung eines Konzeptes auf keinen Fall erfolgen. Für die Sonntagsöffnungen wünsche man sich endlich eine klare gesetzliche Regelung. Für diese setze sich die FDP auf Landesebene ein, teilte Marion Terhalle mit, die unsichere gesetzliche Regelung müsse endlich beendet werden.

Ratsherr Laurens Westers, Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur merkte an, dass von der Stadt bereitgestellte Mittel im Rahmen der City-Offensive im vergangenen Jahr nicht verwendet werden konnten. Aus den Mitteln sei im letzten Ausschuss die Anschaffung einer Rikscha und die Einführung eines Gutscheinsystems beschlossen worden, um den örtlichen Handel zu stärken. Diese, von der Wirtschaftsförderung der Stadt vorgeschlagenen Einzelmaßnahmen, werden von der FDP Fraktion unterstützt. Fraktionsvorsitzende Terhalle teilte mit, dass es in der Wirtschaftsförderung eine personelle Aufstockung geben würde, die von ihrer Fraktion sehr begrüßt werde. Kurzfristig will man das Gespräch mit den Vertreterinnen der Stadt, Frau Wendt und Frau Bakker suchen, um die Idee einer Konzeptentwicklung für den Hauptkanal anzustoßen und über die zukünftige Gestaltung der Förderrichtlinie "City-Offensive" zu sprechen. Die FDP wird die Trennung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur beantragen. Sie hatte eine Trennung bereits in der konstituierenden Sitzung im November 2016 beantragt und sieht ihre seinerzeit geäußerten Bedenken zum zeitlichen und inhaltlichen Umfang der Sitzungen bestätigt, die eine Trennung rechtfertigen.

 
Terhalle, 2018-02-20

FDP unterstützt Vielfalt im kulturellen Angebot  

Papenburg. Zum Start ins neue kommunalpolitische Jahr traf sich die Papenburger FDP Stadtratsfraktion mit dem im vergangenen Jahr neu eingestellten Kulturreferenten Ansgar Ahlers. Er berichtete von seinen bisherigen Erfahrungen und seinen künftigen Plänen. Er sei stolz auf sein Team, das hochmotiviert mit ihm an der weiteren Entwicklung im kulturellen Bereich arbeite. Eine wichtige Aufgabe sehe er darin, neue Zielgruppen, vor allem auch jüngeres Publikum anzusprechen und das bestehende Angebot auszubauen.

Im Haus Altenkamp sieht Ahlers großes Potential. Mit dem Garten und den Ausstellungsräumen lägen beste Bedingungen vor, es mit mehr Leben zu füllen. Das im vergangenen Jahr geschaffene Angebot, mit Kaffee und Kuchen sei von den Gästen des Hauses gerne angenommen worden und die Bewerbung habe auch zu höheren Besucherzahlen im Ausstellungsbetrieb geführt.

Wünschenswert sei es auch aus Sicht der FDP Fraktion, das gastronomische Angebot auszubauen und Bemühungen, hier neue Ideen zu entwickeln würden von der FDP Fraktion unterstützt. Fraktionsvorsitzende Marion Terhalle begrüßt auch, dass der Kontakt mit der Stiftung preußischer Kulturbesitz weiter intensiv gepflegt werden soll. Das Haus genieße einen sehr guten Ruf und hätte sich auch dank des Engagements des  Freundeskreises Altenkamp, als überregionales Ausstellungszentrum einen Namen gemacht, den es zu erhalten und auszubauen gelte.

Im Ausschuss Wirtschaft, Tourismus und Kultur Anfang Februar soll die Entwicklung im Kulturbereich der Stadt vorgestellt werden. Eine inhaltliche Trennung des Ausschusses in Ausschüsse für Wirtschaft-Verkehr und Kultur-Tourismus würde die FDP begrüßen und hatte dies schon bei der Konstituierung gefordert. Der thematische, inhaltliche und zeitliche Umfang der Ausschüsse würde eine Trennung rechtfertigen und wichtige Schwerpunkte in allen Bereichen ermöglichen. Die Stadt werde mit vielfältigen kulturellen Angeboten für Einwohner und Gäste noch attraktiver.

Fraktionsvorsitzende Terhalle begrüßt auch, dass die Stadt Papenburg in diesem Jahr erstmals einen eigenen öffentlichen Neujahrsempfang durchführt. Ca. 250 Personen hätten sich angemeldet und auch die FDP Fraktion werde vollständig an dem Empfang teilnehmen und freue sich auf viele Begegnungen und Gespräche. Einen eigenen Neujahrsempfang werde die FDP in diesem Jahr nicht durchführen, teilt Terhalle mit. 

 

Terhalle, 2018-01-23

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